Die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle (Quelle: Süd-Tiroler Freiheit)
Die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle (Quelle: Süd-Tiroler Freiheit)

Bozen – Das berühmt-berüchtigte süditalienische Transportunternehmen „Tundo“ wurde von der Ausschreibung der Schülertransporte ausgeschlossen. Grund dafür sind laut der Landesabteilung Mobilität schwerwiegende Versäumnisse und professionelle Fehler bei der Ausführung anderer Transportdienstleistungen. Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle (Jahrgang 1980), zeigt sich erfreut darüber, dass ihre Interventionen nun endlich Früchte tragen.

Die Firma „Tundo“ führt seit 2014 den Behindertentransport in Süd-Tirol durch und sorgt andauernd für negative Schlagzeilen: Mitarbeitern wurden seit Monaten keine Gehälter ausbezahlt, Fahrer klagten über abgefahrene Bremsen, über Fahrzeuge mit abgenutzten Reifen, über defekte Handbremsen u. v. m.

Auch Eltern beklagten unlängst, dass ihre beeinträchtigten Kinder über längere Zeit in der eisigen Kälte am Straßenrand warteten und einfach nicht abgeholt wurden.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat immer wieder auf diese Reklamationen der Betroffenen aufmerksam gemacht und sogar mittels Anträge und Anfragen im Landtag interveniert. Zudem hat Atz Tammerle im letzten Jahr eine Meldung bei der Staatsanwaltschaft über diese Missstände gemacht. Daraufhin wurde der Abgeordneten zugesichert, „Tundo“ bei der Vergabe des Schülertransportes genau zu überprüfen.

Dass „Tundo“ nun nicht den Zuschlag für den Schülertransport erhalten hat, zeigt, wie wichtig es war, auf die bestehenden Mängel in Zusammenhang mit dem süditalienischen Transportunternehmen aufmerksam zu machen und dass diese auch behördlich überprüft wurden.

Dennoch stellt sich die Frage, ob die heimischen Unternehmen, die derzeit den Schülertransport im Auftrag des KSM durchführen, bereits aufatmen können, da es zwischen den jetzigen Gewinnern der Ausschreibung, KSM und SAD, noch offene Fragen bezüglich der notwendigen Teilnahmevoraussetzungen für die Ausschreibung geben soll, die erst von Amts wegen oder gar vor Gericht geklärt werden müssen.

„Egal, wer als Gewinner hervorgeht: Wichtig ist, dass unsere Schüler genauso pünktlich, professionell und vor allem sicher zur Schule und wieder nach Hause gebracht werden wie bisher.“, schreibt Myriam Atz Tammerle abschließend.

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